Aussenputz

Mehr als nur Fassade....

“Fassade” entstammt dem Italienischen “facciata” und bedeutet im eigentlichen Sinne “Gesichtsseite”. Im Übertragenen Sinne die sichtbare Seite und somit den Teil des Hauses, den der Betrachter sieht.

..und da haben sich in den letzten Jahrhunderten viele Architekten und Bauherren so einiges einfallen lassen. Ob die imposanten Straßenzüge im Spätmittelalter oder Herrenhäuser aus der Gründerzeit, Industriegebäude der Moderne oder Wohnhäuser aus heutiger Zeit - in der Fassade spiegelt sich die Zweckmäßigkeit und der Gestaltungswille eines Bauwerkes wieder.

Doch auch die schönsten Fassaden sind viel mehr als nur Fassade - denn sie sind als Haut des Gebäudes den Elementen ausgesetzt, müssen Wind und Regen ebenso wie hohe Temperaturen an Sommertagen ohne Beschädigung überstehen.

Grund genug, sich beim Bau oder der Renovierung eines Gebäudes über die Art und Weise sowie Ausführung der Fassade genau zu informieren.


Was man sieht - und was dahinter steckt

Bei der Fassade trügt oft der Schein. Eine stark verschmutzte oder beschädigte Fassade erweckt schnell den Eindruck einer beschädigten Bausubstanz, obwohl lediglich der Aussenputz eine Restaurierung notwendig hat.
Deshalb ist eine gründliche Analyse des Aussenzustandes der Gebäudehülle und die fachgerechte Instandsetzung eine wichtige Maßnahme für den dauerhaften Fassadenschutz.

Das für den Menschen ein lebenswichtiges Element Wasser, kann bei Fassaden zerstörerisch wirken! In der abwechselnden Wirkung mit Wind, Hitze und Kälte, können auch durch zunächst kleine Schäden, in die bei Regen Wasser eindringt, große Folgeschäden entstehen: Die unterschiedlichen Baustoffe quellen auf, werden abgelöst oder durch den Frost abgelöst. Außerdem entstehen durch die ständige Aufnahme von Feuchtigkeit ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen, die zwangsläufig zu Fäulnisbildung führen.
Von der Fassade eines Gebäudes muss das scheinbar Unmögliche verlangt werden: Auf der einen Seite muss sie gegen alle negativen Umwelteinflüsse schützen und sowenig Feuchtigkeit wie möglich aufnehmen, auf der anderen Seite soll sie atmen und Wasserdampf aus dem Gebäudeinnern schnell und zuverlässig nach außen ableiten. Und genau diese Funktionen garantieren spezielle Gebäudefassadensysteme, die mit ihrer hohen Diffussionsfähigkeit bei gleichzeitiger wasserabstoßender Wirkung genau auf diese wichtigen Problematiken abgestimmt sind.

Aber selbst die langlebigsten Fassadensysteme halten nicht für Immer. Im Laufe der Zeit zeigt jedes Baumaterial die typischen Schäden. Deshalb muss vom Fachbetrieb eine vollständige Analyse der Fassadenschäden und auf deren Grundlage eine individuelle und zuverlässige Instandsetzung erfolgen


Bautenschutz

Schützen Sie die Aussenfassade Ihres Gebäudes durch eine durchdachte Planung.
Geben Sie der wichtigsten Schadensursache möglichst wenig Anriffspunkte. Sorgen Sie dafür, dass Wasser und Feuchtigkeit möglichst wenig in direkten Kontakt mit der Fassade kommen. Überall dort, wo die Aussenfassade auf andere Hauselemente trifft oder durch unterbrochen wird, können Angriffspunkte entstehen, in die schnell Feuchtigkeit eintritt und bald schwerwiegende Folgen hat.

Typische Schwachstellen bei Materialübergängen:

Dachübergänge:
Ob Flachdach oder Spitzgiebel - besonders hier ist die Beanspruchung durch Regen oder durch Sonneneinstrahlung besonders stark! Deshalb kommt der Abdichtung in diesem Bereich eine besondere wichtige Bedeutung zu. Bei bündigen Dachanschlüssen, wie sie besonders bei Flachdächern zu finden sind, trifft der Regen direkt auf die Fassade und kann diese somit in kurzer Zeit durchfeuchten. Aus diesem Grund ist hier ein breiter Dachüberstand besonders wichtig.

Metallische Halterungen:
Aufgrund der erhöhten Wärmeleitfähigkeit von Metallen können in der Wand verankerte Halterungen Risse verursachen. Eine sehr einfache Möglichkeit der Erwärmung entgegenzuwirken sind helle Anstriche, die die Sonne reflektieren und so dieses Risiko minimieren.

Mauerabdeckungen:
Mauerabdeckungen, die vor Feuchtigkeit schützen sollen, sind nur bei richtiger Aufbringung vor Spannungsschäden sicher. Probleme entstehen hier vor allem durch Dehnungsfugen, wenn diese in zu großen Abständen oder überhaupt nicht angebracht wurden. Die richtige Ausführung, ein ausreichender Randüberstand und gute Wasserableitung sind hier die beste Voraussetzung um die Fassade dauerhaft vor Beschädigungen zu schützen.

Fugen:
Auch wenn sie nur klein sind - Fugen stellen immer einen Angriffspunkt für Feuchtigkeit und somit eine Schadenquelle dar. Durch spezielle Dichtstoffe oder Dichtungsbänder muss für eine optimale Abführung der Feuchtigkeit gesorgt werden um Schäden zu vermeiden.


Untergründe und Oberflächen

Jeder Untergrund ist individuell. Eine optimale Haftung für den aufzubringenden Putz bietet dieser nur dann, wenn er optimal vorbereitet ist. Besonders bei Renovierungen muss deshalb eine genau auf den späteren Anstrich abgestimmte Untergrundbehandlung fachmännisch ausgewählt werden.

Wir als Ihr Fachbetrieb haben hierfür eine Vielzahl von Grundierungen zur Verfügung, die wir individuell einsetzen können, um Ihnen an der fertigen Oberfläche möglichst lange Freude zu garantieren.

Typische Putzmörtel:

Putzmörtel P I nach DIN 18550:
Luftkalkputz, Wasserkalkputz und hydraulischer Kalkputz. Diese Putze dürfen nur mit Kalk- oder Silikatfarben gestrichen werden, da sie nur unter Luftkontakt aushärten. Hydraulischer Kalkputz kann auch mit Siliconharz-Emulsion beschichtet werden.

Putzmörtel P II und P III nach DIN 18550:
Kalkzementputze und Zementputze härten durch Hydration aus. Sie können beliebig mit allen alkalibeständigen Fassadenfarben wie z. B. Dispersionsfarben behandelt werden. Zu beachten ist hier lediglich eine mehrwöchige Trocknungs- und Aushärtungszeit.

Dämmputze nach DIN 18550, Teil 3:
Dämmputze sind spezielle mit Styroporkugeln versetzte Mineralputze, die einen dekorativen Oberputz, z. B. Kratzputz enthalten. Die Farbbeschichtung wird hier auf die jeweilige Putzmörtelgruppe abgestimmt. Lösungsmittelhaltige Farben sind für diese Putze nicht geeignet, da hierdurch das im Putzmaterial enthaltene Styropor ausgelöst werden kann.


Fassadensanierung 

Irgendwann ist es bei jedem Gebäude soweit - Wind und Wetter haben der Aussenhaut des Gebäudes so zugesetzt, dass diese unansehnlich geworden ist, oder durch Umwelteinflüsse sind Risse entstanden, so dass der Mantel Ihres Gebäudes saniert werden muss, um die darunter liegende Bausubstanz nicht zu gefährden.

Neben Dämm- und Malerarbeiten an der Fassade Ihres Gebäudes unterstützen wir Sie mit Betonsanierungen, Farbgestaltung, Schutz- und Werterhaltungen und weiteren individuellen Dienstleistungen:

- Gerüstbau
- Fassadenreingung
- Verputz und Putzausbesserungen
- Fassadenbeschichtung
- Fenstersanierung
- Holzschutz  

Thomas Schlembach KG
Putz und Malerbetrieb,
Oberer Zollweg 31
97688 Bad Kissingen

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